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Hilfe zur Mediensucht

 

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Angebote der Mediensucht-Ambulanz:

  • Mediensprechstunde

  • Medienreduktionsprogramm Training zum kontrollierten Medienkonsum (TKM)

  • Ambulante Mediensucht-Rehabilitation

  • Vermittlung in stationäre Mediensuchttherapie

  • Mediensucht-Nachsorge

Mediensprechstunde für Betroffene und Angehörige
Einen ersten Beratungstermin bekommen Betroffene oder Angehörige in der Regel innerhalb einer Woche. In ca. 30 Minuten verschaffen wir uns gemeinsam einen Überblick über die aktuelle Situation: Wie viel wird konsumiert? Gibt es andere Problembereiche (z.B. Arbeit, Schule, Partnerschaft)? Welche Veränderungswünsche und -möglichkeiten gibt es? Darauf aufbauend klären wir, welche Art der Unterstützung notwendig ist: Genügen einige wenige Beratungsstunden oder zeichnet sich ein größerer Hilfebedarf ab?

Wöchentliche Termine, Terminvereinbarung unter Tel.: 089 – 2420 80 – 0

Medienreduktionsprogramm: Training zum kontrollierten Medienkonsum (TKM)
Das TKM ist ein fünf-stündiges Einzelprogramm zur Reduktion des Medienkonsums. Zentraler Bestandsteil ist das Führen eines Konsumtagebuchs und die kritische Reflexion des eigenen Konsums. Es werden konkrete Reduktionsziele vereinbart, an deren Erreichung Schritt für Schritt gemeinsam gearbeitet wird. Außerdem werden mögliche Risikosituationen genau analysiert und entsprechende Bewältigungsstrategien entwickelt. Das TKM-Programm basiert auf dem bundesweiten Quest-Programm zum selbstkontrollierten PC/Internetkonsum.
Terminvereinbarung individuell nach Erstberatung in der Mediensprechstunde
5 Einzelstunden á 50 Minuten

Ambulante Mediensucht-Rehabilitation
Die ambulante Therapie in unserer Mediensucht-Ambulanz findet üblicherweise in der Gruppe statt und dauert sechs Monate. Neben den wöchentlichen Gruppenterminen finden zwei-wöchentlich Einzelsitzungen statt.
Die Rehabilitation kann in drei Teile unterteilt werden:
Im ersten Teil stehen die Bestandsaufnahme zum aktuellen Konsum und die Erarbeitung von Veränderungszielen in Fokus. Im weiteren Verlauf setzen sich die Teilnehmer intensiv mit der eigenen Medienbiographie auseinander, um Zusammenhänge zwischen ihrem Konsum und möglichen kritischen Lebensereignissen zu erkennen.
Im zweiten Teil befassen sich die Teilnehmer mit ihren Bedürfnissen und Gefühlen und reflektieren ihre realen und virtuellen Beziehungen. Außerdem wird an den persönlichen Stärken der Teilnehmer gearbeitet.
Im letzten Teil werden Risikosituationen im Alltag und in realen Konflikten bearbeitet. Außerdem werden alternative Möglichkeiten der Freizeitgestaltung thematisiert.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die sportliche Aktivität der Teilnehmer (mind. 2x30 Minuten pro Woche). Außerdem empfehlen wir den regelmäßigen Besuch einer Selbsthilfegruppe. Entsprechende Kontakte werden uns von vermittelt.

Vermittlung in stationäre Mediensuchttherapie
Sollte sich in den ersten Beratungsstunden abzeichnen, dass ein ambulantes Training oder eine ambulante Rehabilitation nicht ausreichen, um das Konsumverhalten langfristig zu verändern, empfehlen wir die Behandlung in einer stationären Einrichtung. Wir unterstützen Betroffene auf der Suche nach einer geeigneten Einrichtung und bei der Beantragung der stationären Suchttherapie bei der Rentenversicherung bzw. Krankenkasse.
In einer stationären Behandlung bekommen Betroffene eine intensive Betreuung fernab der häuslichen Umgebung. Ärzte, Psychologen, Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten unterstützen die Betroffenen in einem multiprofessionellen Team über mehrere Wochen hinweg.

Mediensucht-Nachsorge
Kommen Betroffene nach einer stationären Suchttherapie in ihr häusliches Umfeld zurück, fällt es ihnen oft schwer, die erreichten Fortschritte in den Alltag zu integrieren. Aus diesem Grund bieten wir in der Mediensucht-Ambulanz eine Nachsorge an. So können wir Betroffene in 20 zusätzlichen Sitzungen intensiv begleiten und mit ihnen gemeinsam die Erfolge in einen geregelten Alltag überführen.

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